Fallstudie · Tulln an der Donau
Tulln bringt Nachbarn zusammen. Vom Pilotviertel zur ganzen Stadt.
Tulln wollte, dass mehr Nachbarn einander kennenlernen. Die Stadt testete Hoplr in einem Viertel: 36 % der Befragten knüpften Kontakte zu Nachbarn, die sie zuvor nicht kannten. Nach dem Pilotprojekt folgte die ganze Stadt, mit sieben digitalen Nachbarschaften.
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Ursprüngliche Fallstudie · Deutsch · 12 Seiten · 4,8 MB
Niederösterreich · Österreich
16.758 Einwohner
2026
in Europa
- 36 %
- der Befragten lernten über Hoplr Nachbarn kennen, zu denen sie vorher keinen Kontakt hatten
- 300+
- Haushalte registrierten sich im Pilotviertel: 22 % der Haushalte in diesem Gebiet
- 85 %
- der Befragten vergaben für die Weiterempfehlung an andere Stadtteile 7 bis 10 Punkte
Historische Ergebnisse des Pilotprojekts 2025. Die Umfragezahlen beziehen sich auf die Befragten, nicht auf alle Einwohner. Die veröffentlichte Fallstudie nennt weder die endgültige Stichprobengröße noch die Erhebungsdaten.
Kontakte über den eigenen Freundeskreis hinaus.
Mit „Stadt des Miteinanders“ arbeitet Tulln an einer Stadt, in der Einwohner einander kennen und helfen. Die zuvor genutzten Onlineplattformen brachten nicht die erhofften Kontakte. Der Austausch blieb oft im eigenen Bekanntenkreis. Große Gruppen waren unpersönlich; auf manchen Plattformen überwog Werbung.
Tulln suchte einen Ort, an dem Nachbarn für Fragen, Hilfe oder Gesellschaft zueinanderfinden. Auch dann, wenn sie sich noch nicht kannten.
Zunächst in einem Viertel testen.
2025 lud ein persönlicher Brief des Bürgermeisters die Bewohner der Pilotnachbarschaft Tulln Südwest zu Hoplr ein. Mehr als 300 Haushalte registrierten sich: laut Pilotevaluation 22 % der Haushalte in diesem Gebiet.
Der Kommunikationsdienst testete unterdessen zwei Monate lang das Dashboard für lokale Kommunikation. Die Stadt bewertete sowohl die Nutzung durch die Einwohner als auch die Eignung für ihre eigenen Mitarbeiter.
36 % der Befragten lernten neue Nachbarn kennen.
In der Pilotumfrage gaben 36 % der Befragten an, über Hoplr erstmals Kontakt zu Nachbarn geknüpft zu haben, die sie zuvor nicht kannten. Stefanie Jirgal, operative Leiterin der Initiative „Stadt des Miteinanders“, erklärt, wie die Stadt ihre Einwohner einlud:
„Es war uns wichtig, das Miteinander gleich beim Start der App in den Vordergrund zu stellen. Daher haben wir uns entschieden, alle Bürgerinnen und Bürger mit einem persönlichen Brief des Bürgermeisters zur Nutzung der App zu motivieren – mit großem Erfolg.“
Aus der ursprünglichen Fallstudie
Die Nachbarschaftsgeschichten, die Tulln im Juli 2026 veröffentlichte, zeigen, welche Kontakte entstanden. Eine neu zugezogene Einwohnerin erzählte beispielsweise von ihrem Hobby Stricken und erhielt eine Einladung zum Kaffee.
Aus der Praxis in Tulln
Wer geht mit spazieren?
Eine Nachbarin fragte über Hoplr, ob jemand an diesem Tag Lust auf einen Spaziergang hätte. Sie schlug eine Bushaltestelle als Treffpunkt vor. Schnell kam eine Antwort: Zwei Menschen, die sich noch nicht kannten, machten sich gemeinsam auf den Weg.
Nach dem Pilotprojekt folgte die ganze Stadt.
Die Pilotumfrage fragte auf einer Skala von 0 bis 10, ob die Befragten Hoplr auch anderen Stadtteilen empfehlen würden. In der veröffentlichten Grafik vergaben gerundet 85 % 7 bis 10 Punkte; der berichtete Durchschnitt lag bei 8,4. Anschließend erweiterte die Stadt Hoplr auf sieben Nachbarschaften auszuweiten. Innerhalb dieser Nachbarschaften können Einwohner kleinere Chatgruppen für ihre Straße oder ihr Wohngebäude erstellen.
Die Erweiterung wurde in der Stadtzeitung, auf der Gemeindewebsite und in der Lokalpresse bekannt gemacht. Die Einwohner erhielten erneut einen persönlichen Einladungsbrief. Laut dem Hoplr-Artikel vom 8. Juli 2026 meldeten sich in weniger als zwei Wochen mehr als 1.600 Haushalte an: 22 % aller Haushalte in Tulln.
„Hoplr hat sich als sehr taugliches Instrument erwiesen, das eine Lücke füllt: Es ist eine sichere und geschlossene Plattform für unsere Bürgerinnen und Bürger. Damit können wir das Miteinander fördern und so eine steuernde Wirkung zum Wohle der Gemeinschaft erzielen.“
Aus der ursprünglichen Fallstudie
Der Kommunikationsdienst schätzte die gezielte Verbreitung: Eine Nachricht über eine Straßensperre konnte an eine einzelne Nachbarschaft gehen, eine Veranstaltungseinladung an die ganze Stadt.
Was kann Ihre Gemeinde daraus mitnehmen?
Mit Einwohnern und Mitarbeitern testen.
Das Pilotviertel zeigte, wie Nachbarn Hoplr nutzten. Gleichzeitig konnte der Kommunikationsdienst prüfen, ob das Dashboard zu seiner Arbeit passte.
Einwohner persönlich einladen.
Tulln nutzte einen Brief des Bürgermeisters, sowohl im Pilotprojekt als auch bei der stadtweiten Einführung.
Nachfragen, welche Kontakte entstehen.
Die Pilotumfrage ging über Registrierungen hinaus: 36 % der Befragten hatten Kontakt zu Nachbarn geknüpft, die sie zuvor nicht kannten.
Miteinander beginnt mit dem Kennenlernen.
Tulln wollte, dass Einwohner auch außerhalb ihres eigenen Kreises Kontakte knüpfen. Das Pilotprojekt zeigte, dass Hoplr dazu beitrug: Mehr als ein Drittel der Befragten hatte Nachbarn kennengelernt, zu denen zuvor kein Kontakt bestand. Das gab der Stadt Anlass zur Erweiterung. Die Stärke liegt im Zusammenspiel von städtischer Einladung und Eigeninitiative: Die Einwohner machen aus einer Nachricht einen Spaziergang, eine Verabredung oder gegenseitige Hilfe.
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Laden Sie die deutschsprachige Fallstudie zum Pilotprojekt herunter. Die stadtweite Einführung und die späteren Nachbarschaftsgeschichten finden Sie in diesem Webartikel.
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