Fallstudie · Gemeinde Puurs-Sint-Amands

Beteiligung, die Pläne verändert. Vom Skatepark zum Jugendtreffpunkt.

Puurs-Sint-Amands plante einen Skatepark. In einer Umfrage auf Hoplr wünschten sich Jugendliche auch einen Pumptrack. Die Gemeinde passte die Pläne an und arbeitete sie mit Jugendlichen und Planern aus. Bei JOC WIJland gibt es inzwischen beides.

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Ursprüngliche Fallstudie · Deutsch · 15 Seiten · 1 MB

Blick auf Sint-Amands an der Schelde mit Kirche und grünen Ufern.
Sint-Amands an der Schelde. Titelbild aus der ursprünglichen Fallstudie.

Flandern · Belgien

27.389 Einwohner

Karte von West- und Mitteleuropa mit hervorgehobenem Belgien und markiertem Puurs-Sint-Amands.
Puurs-Sint-Amands
in Europa
500+
Jugendliche beantworteten die Online-Umfrage zum Jugendtreffpunkt
200
Jugendliche kamen zum Beteiligungsnachmittag
58 %
zufrieden mit der Beteiligung an Veränderungen im Viertel 2023

Teilnahmezahlen für JOC WIJland aus kommunalen Veröffentlichungen. Zufriedenheit mit der Beteiligung an Veränderungen im Viertel: Gemeentemonitor 2023.

Einwohner früher in Planungen einbeziehen.

Puurs-Sint-Amands pflegte bereits viele Kontakte zu Vereinen und Ehrenamtlichen. Die Gemeinde wollte Einwohner auch früher an politischen Entscheidungen und Projekten beteiligen, solange sich Pläne noch ändern ließen.

Schöffin Hilde Van der Poorten und Beteiligungsmitarbeiter Tim Van Gool entschieden sich für einen festen, fachbereichsübergreifenden Ansatz mit Online-Umfragen und Gesprächen vor Ort.

Von der Online-Antwort zum gemeinsamen Entwurf.

Über die Hoplr-Beteiligungsplattform erstellt die Gemeinde eigene Umfragen. So können auch Einwohner ihre Meinung äußern, die nicht zu einer Versammlung kommen. Wer weiter mitdenken möchte, kann einer Arbeitsgruppe beitreten.

Bei jedem Prozess macht die Gemeinde deutlich, welche Entscheidungen noch offen sind. Ein zentraler Mitarbeiter unterstützt die Fachbereiche. Eine Kerngruppe mit der Schöffin für Beteiligung sowie Mitarbeitern aus Kommunikation und Raumplanung stimmt den Ansatz ab.

Jugendliche wünschten sich auch einen Pumptrack. Er wurde gebaut.

Für den Skatepark bei JOC WIJland fragte die Gemeinde Jugendliche über Hoplr nach den gewünschten Elementen. Anschließend trafen sich einige Skater mit den Planern.

Im Verlauf zeigte sich auch der Wunsch nach einem Pumptrack: einer Strecke mit Wellen und Kurven für Fahrräder, Roller und Skates. Der Platz dafür war vorhanden. Die Gemeinde erweiterte den Plan.

„Politisch lag der Fokus zunächst allein auf dem Skatepark. Wenn sich dann aber zeigt, dass ein Pumptrack gewünscht wird und auch der Platz dafür vorhanden ist, nimmt man das mit auf.“
Hilde Van der PoortenSchöffin für Beteiligung, Gemeinde Puurs-Sint-Amands
Aus der ursprünglichen Fallstudie

Laut dem kommunalen Nachrichtenbeitrag beantworteten mehr als fünfhundert Jugendliche die Online-Umfrage. Zweihundert nahmen an einem Nachmittag mit Workshops und Schnupperangeboten teil. Danach konnten sie mit den Architekten beraten.

Das Ergebnis · JOC WIJland

500 m² Skatepark und 2.500 m² Pumptrack.

Der Jugendtreffpunkt ist gebaut. Die kommunale Projektseite beschreibt den Skatepark und den Pumptrack. Der zusätzliche Wunsch der Jugendlichen bekam so einen Platz neben dem ursprünglichen Vorhaben.

Ein Ansatz, getragen von mehreren Fachbereichen.

Die Kerngruppe hilft Fachbereichen, Beteiligungsprozesse vorzubereiten und Erfahrungen auszutauschen. Tim Van Gool beschreibt, was diese Zusammenarbeit bewirkt:

„Weil wir Beteiligung fachbereichsübergreifend organisiert haben, entstehen Verbindungen zwischen verschiedenen Diensten und Projekten. So wächst Beteiligung auch intern und wird zu einem festen Bestandteil der Organisationskultur.“
Tim Van GoolVerantwortlicher für Beteiligung und Zielgruppenpolitik, Gemeinde Puurs-Sint-Amands
Aus der ursprünglichen Fallstudie

Mehr Zufriedenheit mit der Beteiligung.

Im Gemeentemonitor stieg die Zufriedenheit mit der Beteiligung an Veränderungen im Viertel von 46 % im Jahr 2020 auf 58 % im Jahr 2023. Das betrifft die gesamte Gemeindepolitik; der Anstieg lässt sich nicht allein Hoplr zuschreiben.

Auch beim Mehrjahresplan mitreden.

Mit #SamenDenkers fragte die Gemeinde 2025 außerdem nach Prioritäten für die mehrjährige Planung. Der Prozess verband Online-Teilnahme mit einem Termin vor Ort: zuerst Themen wählen, dann Maßnahmen besprechen und schließlich Rückmeldung geben.

Die Gemeinde erklärte vorab, dass nicht jeder Vorschlag übernommen werden könne, und kündigte Erläuterungen zu ihren Entscheidungen an. 2026 veröffentlichte sie den Mehrjahresplan 2026–2031.

Was kann Ihre Gemeinde daraus mitnehmen?

  1. Nutzer mitgestalten lassen.

    Jugendliche beantworteten die Umfrage zum Skatepark und konnten sich danach mit den Planern zusammensetzen. Ihre Erfahrung als Skater half bei der Ausarbeitung.

  2. Raum für Planänderungen lassen.

    Ein Pumptrack gehörte nicht zur ersten Idee. Als Jugendliche ihn wünschten und sich genügend Platz fand, nahm die Gemeinde ihn auf.

  3. Unterstützung über Fachbereiche hinweg organisieren.

    Ein zentraler Mitarbeiter und eine Kerngruppe helfen Kollegen, Beteiligungsprojekte vorzubereiten und voneinander zu lernen.

Beteiligung zählt, wenn sich Pläne ändern können.

Der Jugendtreffpunkt bei JOC WIJland zeigt, was Beteiligung bewirken kann, wenn eine Gemeinde Raum für neue Ideen lässt. Hoplr half, die Wünsche der Jugendlichen zu sammeln; Gespräche mit ihnen und den Planern machten diese konkret. Die Gemeinde passte den Plan an. Das Ergebnis ist ein Pumptrack neben dem Skatepark. Der Wert der Beteiligung liegt hier darin, was Einwohner tatsächlich verändern konnten.

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Laden Sie die ursprüngliche deutsche Fallstudie mit Hilde Van der Poorten und Tim Van Gool herunter. Teilen Sie das Interview mit Kollegen, die Einwohner an ihren Projekten beteiligen möchten.

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PDF · Deutsch · 15 Seiten · 1 MB

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